Dienstag, 24. August 2010

Internet

Die Mensa ist wieder offen, wir gehen immer noch nicht hin. Man hört, dass inzwischen die Zahl der Studenten, die da noch essen, sehr geschrumpft sei. Abstimmung mit den Füßen. Ich hoffe, dass sie so konsequent sind und den Caterer bald rausschmeißen.

Aber es gibt auch eine sehr gute Nachricht: Das Internet in meinem Zimmer ist wieder da! Ich hätte fast nicht mehr damit gerechnet. Jetzt kann ich wieder in weniger als 5 Minuten ein Foto hochladen, zur Feier des Tages gibts eine Bilderstrecke von der Zugfahrt heute:

Zum Fotografieren ist es ganz praktisch, dass die Fenster keine Scheiben haben. Hat man nichts vor der Linse, was das Bild trübt...

Die Local Trains in Mumbai bieten fantastische Ausblicke entlang der Strecke.

Wer sich da nochmal beschwert, dass irgendein Fluss in Deutschland dreckig sei... Zur Erinnerung: Es ist wie immer 30°C warm und die Bewohner in den Verschlägen da hinten haben keine Abwasserentsorgung und keine Klos. Kann man sich vorstellen wie das riecht? So ohne Fenster im Zug?

Hier bleibt der Zug sogar kurz stehen...

Hier nicht.

Und kaum verlässt der Zug die Vororte, siehts wieder schön aus und riecht auch nicht mehr so komisch.

Arne und ich waren einfach nochmal in Matheran, nachdem die letzte Tour ja so spektakulär gescheitert ist. Der Dienstag war in Indien ein Feiertag, also keine Vorlesungen. Es war richtig richtig toll, mal wieder Bewegung und kühle saubere Luft. Bilder:

Der Berg ist in den Wolken, manchmal ist die Sicht für kurze Zeit frei. Temperatur um die 20°C, manchmal trocken, manchmal Regen. Ich liebe es!


Zum Vergleich nochmal die gleiche Szene von unserer Tour im Mai. Gleicher Ort, andere Zeit. Ziemlicher Unterschied. Sogar die rot-weißen Begrenzungssteine sind nicht mehr wieder zu erkennen.

Das gleiche nochmal für dieses Stück Bahnstrecke. Im August zur Monsunzeit...

Und im Mai. Leider von etwas weiter hinten.

Die Hotels brauchen in der kalten Monsunzeit viele Gasflaschen zum Heizen und Duschwasser aufwärmen. Und wie lagert man Gasflaschen? Richtig, genau so.

Die Eisenbahn fährt zur Monsunzeit nicht, Arne und ich sind so dreist, eine Serpentine der Bahnstrecke zu laufen. Ein paar Kilometer ohne andere Leute, die uns anhupen, zuwinken, mit uns Fotos machen wollen, mit kühlem Nieselregen... Ich fühl mich wie der Mann in der Jever-Werbung. Wir müssen hier öfter hin, solange noch Regenzeit ist.

Viele kleine Wasserfälle und Bäche kommen von der Seite.

Die Bahnstrecke ist in den paar Wochen der Schließung schon gut zugewuchert. Hier wächst alles so fürchterlich schnell... Das Loch in der Wand ist der Eingang zum One-Kiss-Tunnel. Mit der Bahn ist er gerade lang genug, um für einen Moment von den Eltern im gleichen Abteil nicht gesehen zu werden. Süß.

Schwuppdiwupp zurück. Abends um 8 sind wir wieder in Mumbai.

Ankit wollte eigentlich mit, hat dann aber doch abgesagt: Er hat noch kurzfristig eine Präsentation vorzubereiten. Die Inder sind irgendwie alle immer am Arbeiten, auch abends und sonntags, aber nie richtig. Nachts um 2 an meiner Tür klopfen zum Hausaufgaben machen, da komm ich immer noch nicht drüber weg...

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