Montag, 3. Mai 2010

Ein Tag voll Arbeit...

und alles ist wie vorher. Fast.
Heute wollten wir zum FRRO, dem Ausländerregistrierungsbüro. Kurz vor unserer Abfahrt schreibt Prof. Moudgalya, dass er uns treffen will. Fahrt zur FRRO gestrichen, kommt morgen. Stattdessen eine Stunde auf den Termin beim Prof gewartet, trotzdem zu spät gekommen. Gleich mal einen guten Eindruck hinterlassen :-)
Prof. Moudgalya verströmt eine Atmosphäre des Fleißes und der Betriebsamkeit. Ankit und Shrikanth sind auch da, bekommen Aufgaben, die noch am gleichen Tag erledigt sein müssen; Shrikanth soll am Nachmittag eine kurze einführende Präsentation über Ascend halten (wo er doch selber das Programm erst seit ein paar Tagen kennt...). Die beiden arbeiten im Rahmen des Google Summer of Code an dem Projekt, Prof. Moudgalya sagt mit einem Lächeln "I don't want Google to think, it is a bad idea to give projects to IIT students. Also, I don't want Prof. Marquardt to say, IIT is no good place to send students". Da niemand an dem Projekt Geld verdient sollen aber auch alle glücklich nach Hause gehen. "We are doing this for everybodies happiness". Guter Mann. Außerdem bekommen wir von ihm im Rechenzentrum einen Platz mit ungefiltertem Internetzugang, weil sonst der Installer von Ascend nicht funktioniert. Zum ersten Mal geht mein Mailprogramm wieder, 43 ungelesene Mails.
Die Zeit bis zum Vortrag am Nachmittag verbringen Arne und ich eher unproduktiv. Wir wollen die Studiengebühren bezahlen (geht leider nur Bar), kommen aber zu spät ins International Office, die Rechnungsabteilung hat schon für den Tag geschlossen. Danach gehen wir ins Computer Center, ich muss das Kompilieren abbrechen, weil wir sonst zu spät zum Vortrag kommen. Immer noch nicht registriert, immer noch kein Studentenausweis, immer noch kein eigener Internetaccount.
Zum Vortrag finden wir uns in einem Hörsaal ein. Klassenzimmergroß, klimatisiert! Während Shrikanth spricht reicht ein Bediensteter Tee, der sehr gut schmeckt. Es sitzen noch ein paar andere Studenten dabei, die ebenfalls an Ascend arbeiten werden.
Ascend ist ein bisschen wie Dymola, nur Open Source. Es soll am IIT Bombay in den Lehrgängen für Studenten Aspen ersetzen, weil kleinere indische Unternehmen sich das sowieso nicht leisten wollen und es deshalb für Studenten hier kaum relevant ist.

Viel Text. Zur Belohnung noch ein paar Bilder von heute Mittag:
Arne hat Essen gefunden. Das was in den Schüsselchen wie Fleichbällchen aussieht ist irgendwas aus Gemüse. Äußerst lecker, das Mensaessen ist bis auf kostenpflichtige Extras grundsätzlich vegetarisch. Die Tabletts darf man sich mit Essen so voll schaufeln wie man will, auch Soßenschälchen, Brot etc sind frei zum immer wieder Nachnehmen da. Essen übrig lassen gibt allerdings Ärger, bei der Rückgabe wird dann gemeckert. Das haben wir nicht ausprobiert, aber es hängen Zettel da; die Hostels konkurrieren um die niedrigste Essensrestabfallmenge, den niedrigsten Stromverbrauch, den niedrigsten Wasserverbrauch usw.

Hostel 13, baugleich mit unserem. Der Kegel ist der Eingang zur Mensa (auf dem Bild davor im Hintergrund zu sehen).

Campusbusse.

Kuhl. Am Dösen, die Hitze plättet alles.

Main Gate Road und Eingang zu Hostel 9.

Der Eismann. (Edit: Den gibts jetzt bei Arne auch noch in scharf.)

unser Geldautomat auf dem Campus

Fast die Studiengebühren. 20000 Rupien in meiner Hand. (etwa 340€)

moderne Kunst vor dem Hauptgebäude

Straße auf dem Campus

Hinter den Bäumen: Ein Teil der Sportanlagen.

Im Hintergrund: Hostel 14 (Im Bau).

Alkoholfreie Cocktails trinken mit ein paar Leuten im Restaurant auf dem Campus. Der Abend wird etwa 1,50€ kosten.

Zwei Dinge zum Schluss. Kevin spielt Gitarre und singt gerne dazu, und vor einigen Jahren gab es auf dem Campus noch Affen, die in Zimmer eingebrochen sind und die Zahnpasta gegessen haben. Gute Nacht.

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